Facebook-Verweigerer sind verdächtig. So scheint es in einem Artikel in "Der Tagesspiegel" rüber zu kommen.
Die Autorin Katrin Schulze wirft die Frage auf, ob die Abstinenz bei sozialen Netzwerken schon ein Indiz für einen Attentäter ist. Sie versucht diesen Eindruck sogar zu verstärken, indem sie in der Einleitung von mehreren Forschern spricht, die dieser Überzeugung sind. Im Text selbst allerdings findet sich nur ein Hinweis auf den Psychologen Richard E. Bélanger und nicht näher genannte Kollegen. Vermutlich gibt es die nicht einmal. Sie verweist auf eine Studie des besagten, in der er festgestellt haben will, dass "junge Menschen, die sich mit ihren Online-Aktivitäten sehr zurückhalten oder das Netz gar nicht nutzen, ähnlich häufig zu Depressionen und anderen psychischen Leiden neigen wie jene, die das Netz exzessiv nutzen." Für Jugendliche, die maximal zwei Stunden am Tag das Internet nutzen, sollen diese Risiken ausgeschlossen sein.



